Hattrick-Helden und Favoriten in Bestform

  • Die Europa-Qualifikation kehrte im Oktober zurück

  • Frankreich, Dänemark, Niederlande und England im Torrausch

  • Beth Mead mit historischem Dreierpack

Im Oktober gaben sich die Favoriten auf den Gruppensieg in der Europa-Qualifikation für die FIFA Frauen-WM Australien/Neuseeland 2023™ keine Blöße - die ganz großen Überraschungen blieben aus.

Europa: Die Ereignisse im Oktober

Gruppe A 4.017 Zuschauer sahen ein unterhaltsames Duell zwischen der Nummer 2 der Welt und der Republik Irland. Im Auftaktspiel im Kampf um ein WM-Ticket musste sich die Mannschaft von Vera Pauw dem Team aus Schweden, das an der Spitze verweilt, zwar knapp mit 0:1 geschlagen geben, zeigte aber, dass sie auch mit hochkarätigen Gegnern mithalten kann. Letztlich war es ein Eigentor von Louise Quinn, das für die Entscheidung sorgte. Gegen Finnland folgte dann ein hart umkämpftes 2:1 und damit die ersten – und wichtigen - drei Punkte für die Irinnen.

Gruppe B In dieser Staffel beherrschen weiterhin Spanien und Schottland das Geschehen. Die Schottinnen setzten sich nach einem Siegtreffer in der 90. Minute von Rachel Corsie mit 2:1 gegen Ungarn durch. Damit hält der neue Cheftrainer Pedro Martinez Losa seine hundertprozentige Bilanz seit Amtsantritt. Die Spanierinnen bleiben ebenfalls auf der Erfolgsspur und zogen dank eines 6:0 gegen die Ukraine, das in seinem ersten Spiel noch ein 4:0 gegen die Färöer einfahren konnte, wieder an den Schottinnen vorbei.

Gruppe C Mit einem deutlichen 8:0 gegen Zypern und einem 2:0 gegen Belarus meldeten sich die OranjeLeeuwinnen zurück und positionierten sich am oberen Ende der Tabelle. Die Tschechische Republik musste hingegen eine deutliche 0:4-Schlappe gegen Island hinnehmen und den Rang hinter den Niederlanden räumen. Diesen beanspruchen die Isländerinnen für sich, nachdem sie auch gegen Zypern erfolgreich waren (5:0).

Gruppe D England bleibt weiterhin makellos. Die Elf von Sarina Wiegman gab zuerst im Spitzenspiel gegen Nordirland (4:0) den Ton an. Beth Mead sorgte dabei für Entzücken und avancierte zur ersten Frau, die einen Dreierpack für England in Wembley erzielte. Die Stürmerin in den Diensten des FC Arsenal war erst in der 63. Minute in die Partie gekommen. Danach ließen die Lionesses ein wahres Torfestival (10:0) gegen Lettland folgen. Dieses Mal sorgte Ella Ann Toone für einen Hattrick. Hinter England rangieren Österreich und Nordirland, die sich mit einem 2:2-Unentschieden trennten.

Gruppe E Montenegro setzte im Oktober seinen Aufwärtstrend fort und holte gegen Aserbaidschan erneut drei Punkte, wie von Sladjana Bulatovic im Interview mit FIFA.com bereits als Ziel vorgegeben. In der zweiten Partie erwies sich Dänemark jedoch als zu starker Gegner, der mit einem 5:1-Erfolg vom Platz ging. Alles scheint auf einen Zweikampf mit Russland hinauszulaufen, das nach dem vierten Sieg in Folge ebenfalls zwölf Zähler aufzuweisen hat. In der nächsten Runde kommt es zum direkten Duell der beiden Kontrahenten (30.11.).

Gruppe F Norwegen ging als klarer Gewinner aus dieser Qualifikationsrunde hervor. Nachdem der Weltmeister von 1995 und Belgien zunächst beide mit sieben Punkten auf der Habenseite das Tableau anführten, feierten die Norwegerinnen in Oslo ein souveränes 4:0 gegen die Red Flames und zogen davon. Guro Bergsvand, Caroline Graham Hansen, Elisabeth Terland und Ingrid Syrstad Engen trafen für Norwegen. Auf Platz zwei schob sich Polen dank eines 2:0 gegen Albanien.

Gruppe G Weder die Schweiz noch Italien gaben sich die Blöße und blieben im Oktober ungeschlagen. Ana-Maria Crnogorcevic traf im Spiel gegen Rumänien doppelt und schoss das Team von Nils Nielsen zum 2:0-Sieg. Gegen Kroatien war sie erneut erfolgreich und hatte gemeinsam mit Noelle Maritz, Ramona Bachmann (2x) und Rachel Rinast Anteil am 5:0. Die Italienerinnen zeigten sich im Fernduell ebenso torfreudig und holten ein 3:0 gegen Kroatien, sowie ein 5:0 gegen Litauen. Am 26.11. stehen sich beide Teams in Palermo gegenüber. Dann wird sich zeigen, wer die Spitzenposition behaupten kann.

Gruppe H Zwei Siege gegen Israel (1:0 & 7:0), plus sechs Punkte und Rang eins. In dieser Gruppe gibt die DFB-Auswahl weiterhin den Ton an und es wird spannend zu sehen sein, wer im Kampf um Platz zwei die Oberhand behält. Derzeit hat Portugal nach einem 2:1 gegen Serbien und einem 5:0 gegen Bulgarien die besten Aussichten, da die Türkei gegen Serbien (0:2) das Nachsehen hatte. Tabellenführer Deutschland trifft im nächsten Spiel zunächst auf die Türkei und im Anschluss in Faro auf Portugal. Dann werden die Karten neu gemischt.

Gruppe I 29 Tore in vier Spielen! Nur England hat bisher öfter ins gegnerische Tor getroffen, als Frankreich. 16 Treffer erzielte der Gastgeber der WM 2019 in den Oktoberspielen (11:0 gegen Estland, 5:0 gegen Kasachstan). Damit unterstrichen Les Bleues deutlich ihre Ambitionen, nachdem sie sich gegen Slowenien im vergangenen Monat noch schwer taten. Das Team aus Wales festigte seine Position mit einem 4:0 gegen Estland.

Übrigens...